Aus dem Zelt ging es wieder raus vor die Jupiler Stage. Da der Wind heute etwas zugenommen hatte, war es deutlich angenehmer als noch die Tage zuvor. Hier gab es dann eine Premiere: SiM (oder Silence Iz Mine) waren zum ersten mal auf dem Graspop zu Gast. Die zweite japanische Combo an diesem Tag, die sich in ähnlichen Gefilden wie Crossfaith schon eher am Mittag bewegten, aber in eine etwas andere Richtung abgebogen sind.
Von der energiegeladenen Show von Crossfaith ging es rüber ins große Marquee Zelt. Hier sollte jetzt was klassischeres auf dem Programm stehen. Die spanische Band Angelus Apatrida war zum zweiten Mal auf dem Graspop zu Gast und hatte Thrash in bester Bay Area Manier im Gepäck. Das Zelt war gut aber nicht übermäßig zu dieser frühen Zeit gefüllt. Trotzdem bekamen die Jungs um Sänger und Gitarrist Guillermo Izquierdo die Menge schnell in Bewegung.
Der letzte Tag auf dem Graspop Metal Meeting 2025 brach an und sollte mit Gästen aus dem Land der aufgehenden Sonne begonnen werden. Crossfaith aus Japan waren schon mehrfach zu Gast und durften auf einer der kleineren Seitenbühnen spielen. Heute hatten sie dann endlich den Ritterschlag erhalten die Mainstages zu eröffnen. Und sie lieferten wirklich ein beeindruckendes Set ab.
Das Finale des dritten Festivaltages stand bevor und das mit einer Premiere. Zum ersten Mal standen Nine Inch Nails auf dem Graspop auf der Bühne. Leider hatte es sich nach der grandiosen Show von Korn schon deutlich geleert. Dabei hätten die zwei Jungs aus den USA durchaus ein größeres Publikum verdient gehabt. Punkt Mitternacht tönten die ersten Klänge vom „Laura Palmer’s Theme“ aus den Lautsprechern und eine vollkommen im Nebel gehaltene Bühne wurde vorsichtig von ersten Scheinwerfern erhellt.
Das erste Mal an diesem Tag ging es vor die großen Bühnen. Die Sonne war untergegangen und es war gut gefüllt. Die nun folgende Band war auch eine auf meiner Liste von Bands, die ich unbedingt mal live sehen wollte. Korn aus Kalifornien durften den heutigen Abend headlinen und hatten jede Menge altes und kaum neues im Gepäck.
Die Zeit am dritten Tag des Graspop Metal Meeting schritt voran und es ging zurück ins Marquee, wo es bereits picke packe voll war vor der Bühne. Das hatte leider auch den negativen Nebeneffekt, dass es in dem Zelt deutlich heißer und stickiger war als in der prallen Nachmittagssonne. Der Grund dafür war die mongolische Band The Hu, die ihren Metal mit mongolischen Einflüssen aufpeppen.
Weiter geht es am Tag der Kontraste. Vom düsteren Primordial nun wieder hinaus in die Sonne vor die Jupiler Stage, wo es ein weiteres mal Hard Rock gab, dieses mal aber von der australisch-amerikanischen Band The Dead Daisies. Das einzige verbliebene Gründungsmitglied ist Gitarrist David Lowy, der eine Sammlung aus verschiedenen Genregrößen um sich schart.
Es war immer noch sehr warm und so blieb ich nach Sylosis direkt im schattigen Marquee Zelt. Mit Primordial ging es stilistisch dann etwas mehr in härtere Gefilde. Sie sind eines der Urgesteine des Celtic Metal mit ihrer Mischung aus Black und Pagan Metal mit Folk Einflüssen und verbreiten ihre Botschaften bereits seit 1987. Erstaunlich hierbei ist, dass trotz fast 40 jähriger Historie es kaum Besatzungswechsel gab.
Zurück im großen Marquee Zelt gab es dann wieder härtere Klänge auf die Ohren. Sylosis aus dem Vereinigten Königreich wollten mit ihrer Mischung aus Thrash mit Melodic Death Einflüssen zeigen, was sie können. Aus der ursprünglichen Formation ist nur noch Gitarrist und Sänger Josh Middleton übergeblieben, der aber mit seinen fetten Growls so richtig die Bühne abriss.
Von den poppigen Klängen Self Deceptions nun wieder raus zur Jupiler Stage, wo es guten alten klassischen Hardrock geben sollte. Dirty Honey aus den USA waren angekündigt und eröffneten eine kurzweilige Reise in die 70er und 80er die an Bands wie AC/DC, Led Zeppelin, Rolling Stones oder Aerosmith erinnerte.
